An Österreichs Jugend!

Veröffentlicht am: 15.01.2012

An Österreichs Jugend!

An alle hellhörigen Mädel und Burschen, die gewillt sind, an der Zukunftsgestaltung unseres Landes durch aktive Beitragsleistungen mitzuwirken, sei dieser Aufruf gerichtet:

Begeht nicht denselben Fehler, den schon Eure Eltern. Groß- und Urgroßeltern begangen haben, indem sie bei Wahlen, sofern sie daran teilnahmen, den Parteien ihr Vertrauen schenkten und sich vielfach sogar der einen oder anderen davon, gleich einem Glaubensbekenntnis, zugehörig fühlten. Damit haben sie es den Parteipolitikern ermöglicht, sich nun schon allzu viele Jahrzehnte lang am Machterhalt festzukrallen und die Fortentwicklung der Demokratie zu verhindern.

Der für das Wohlergehen künftiger Generationen (auch noch der eurigen!) dringlich erforderliche Wandel von der anfangs zwar notwendigen, mittlerweile aber den Anforderungen unserer modernen Gesellschaft längst nicht mehr gewachsen und daher überholten parteifundierten Volksvertretung hin zu einer parteiungebundenen echten Direktdemokratie darf nicht länger hinausgeschoben werden!

Für junge Leute ist Politik ein höchst unattraktives und daher uninteressantes Thema. Dennoch ist Politik von immenser Wichtigkeit, weil sie unser gesamtes Gemeinwesen regelt und somit unser aller Leben maßgeblich beeinflusst.

Eigentlich sollte in unserer nun schon gut zwei Jahrtausende währenden zivilisierten Menschheitsgeschichte längst eine Staatsform erreicht worden sein, die es den jungen Leuten ermöglicht, im Vertrauen auf kluge, ehrliche und verlässliche Volksvertreter unbekümmert und auf gesicherten Grundlagen ihr Berufs- und Privatleben gestalten zu können. Dem ist aber bei Weitem nicht so. Denn die jeweils Herrschenden, ins besonders die derzeitigen Parteipolitiker befassten sich bisher viel zu sehr mit dem eigenen Machterhalt anstatt sich ausreichend um das Wohlergehen des Volkes zu kümmern.

Das schon allein wegen überholter Ideologien nicht mehr zeitgemäße Parteiensystem ist all zu sehr von negativen Begleiterscheinungen geprägt: ständiger kräfteaufreibender und meist auch unseriöser zwischenparteilicher Machtkampf, der die sachliche Entscheidungsfähigkeit sehr beeinträchtigt; manipulierte Entzweiung bzw. Zertrennung der Bevölkerung in verfeindete gegensätzliche politische Lager; parteibuchabhängige Stellenvergabe und Ämterbesetzung; weitreichende Medienbeeinflussung; parteiprotektionistische Vetternwirtschaft und Korruption und noch vieles mehr.

Wollt ihr denn euer ganzes Leben einer derartigen Politik unterordnen? Sicher nicht! Denn es bestünde eine weit höhere Lebensqualität mit weit weniger Verbitterung in einer direktdemokratisch geleiteten Gesellschaft.

Aufgabe aller verantwortungsbewussten Bürger mit Weitblick. ins besonders aus der Jugend, ist daher die schnellstmögliche Verwirklichung einer solchen Staatsführung durch parteilose Volksvertreter, die nicht, wie die derzeitigen Politiker, parteivorgegeben handeln, sondern in direkter Verpflichtung der Bevölkerung gegenüber gemäß deren Willen sachliche Entscheidungen treffen.

Aufgabe künftiger Generationen wird es dann sein, den Fortbestand der Direktdemokratie zu gewährleisten, sofern ihre Überlegenheit unter Beweis gestellt ist, was aller Wahrscheinlichkeit nach auch zutreffen wird.

Arbeitsunwillige Typen hingegen, die darauf aus sind, durch gefinkelte Tricks auf unlautere Art Reichtum zu erlangen, fühlen sich recht wohl in einer miserabel gesteuerten, parteizerzausten Gesellschaft, weil ihnen diese für ihre Gaunereien mehr Möglichkeiten bietet. Parteigünstlinge, stets danach trachtend, sich Vorteile zu erhaschen und womöglich abzusahnen, sowie all die eigefleischten, einer ideologischen Vertrottelung verfallenen Parteianhänger des gesamten rot-schwarz-blau-grün-orangen Spektrums werden jeden Angriff auf das Parteiensystem vehementest abzuwehren versuchen und behaupten, Politik ohne Parteien bedeute Diktatur. Welch Schwachsinn! Gerade die Parteien ermöglichten undbegünstigten das Entstehen aller Diktaturen des zwanzigsten Jahrhunderts. Auf strengst kommunistischer Parteiideologie basierte die bolschewistische Sowjetdiktatur. Egozentrischen Emporkömmlingen bietet sich unter dem Schutz einer Partei vermehrt die Möglichkeit, diktatorische Machtposition zu erlangen.

Verglichen mit der Mangelhaftigkeit und dem Gefahrenpotential sowohl der Mehr- als auch der meist totalitären Einparteiensysteme stellt die Direktdemokratie eine grundlegende Verbesserung und wahrscheinlich sogar die idealste mögliche Form der Staatsführung dar, weil in ihr durch parteiungebundene Gebietsvertreter der Volkswille direkt repräsentiert wird. Die Gefahr, dass ein Politiker mit Rattenfängermethoden die Bevölkerung täuscht und mit unlauteren Verheißungen hinter sich hernarrt, um alle Macht an sich zu reißen und die Alleinherrschaft zu erlangen, ist in einer Direktdemokratie nahezu ausgeschlossen, da sich bei der Vielfalt ihrer Abgeordnetenschaft, die keinerlei Parteiklubzwängen unterliegt, sofortiger Widerstand dagegen erheben würde.

Immer hörbarer, obgleich noch nicht laut genug, kommt aus der Bevölkerung der Ruf nach direkter Demokratie. Da diese von den Parteien gefürchtet wird wie der Weihrauch vom Teufel, übereifern sie einander, diesem Volksverlangen zuvorzukommen und es im Keime zu ersticken, indem sie ihm den Wind aus den Segeln zu nehmen und es so zu beschwichtigen versuchen, damit es sich nicht zum gewaltigen Sturme entfacht, der das ganze Parteiensammelsurium hinwegfegt.

Das nun des Öfteren vernehmbare, medial möglichst lautstark vorgebrachte Parteiengeheuchel von Bürgernähe und vermehrter Demokratie ist bloßes Scheingetue und Täuschungsmanöver, also nichts als verlogenes, leeres Geschwätz. Was unsere derzeitigen Politiker unter direkter Demokratie verstehen, ist die Inaussichtstellung auf mehr plebiszitäre Beteiligung in Form gelegentlicher Volksabstimmungen (die dann in der Praxis manipuliert oder gar verhindert werden) und die vereinzelte Kandidatur eines nicht parteilistengereihten Wahlwerbers (stets eine bekannte Parteigröße, die sich der Erlangung eines "Direktmandates" sowieso sicher sein kann). Diese Auffassung von Direktdemokratie ist von einer solchen jedoch meilenweit entfernt.

In einer echten direkten Demokratie besteht die Volksvertretung, wie schon erwähnt, eben nicht aus parteinominierten, sondern aus vom Volke direkt, also ohne Umweg über Parteien gewählten Abgeordneten. So wird die maximal mögliche Verwirklichung des Selbstbestimmungsrechtes der Bevölkerung über ihre eigenen, also alle gemeinwohlbetreffenden Belange erreicht.

In Euch, unserer Jugend, liegt alle Hoffnung auf die erfolgreiche Verwirklichung eines gerechten Gesellschaftssystems mit einer vortrefflichen Staatsführung und möglichst glücklichen Bürgern. Es liegt an Euch, dieses Ziel durch Eure aktive Mithilfe und Mitgestaltung zu erreichen - zum Vorteil sowohl für Euch selbst als auch für die Folgegenerationen! Gewiss wird das Leben auch dann noch von genug Erschwernissen begleitet sein. Werden Himmel auf Erden verheißt oder gar ein Schlaraffendasein verspricht, ist Scharlatan oder Lügner. Es besteht aber kein Zweifel darüber, dass es - unter der Voraussetzung einer besseren Politik - sicherlich möglich ist, die Lebensqualität deutlich zu erhöhen.

Unser Leben geht, sinnbildlich ausgedrückt, immer wieder mit der Herausforderung, zu kämpfen, einher: Gar oftmals sind Schwierigkeiten zu meistern und Widrigkeiten zu bezwingen. Dies ist in fast jeder Gemeinschaft naturgegeben. Aber nur bis zum erträglichen Ausmaß. Ständiger Kampf, und noch dazu Überlebenskampf, was bereits Vieltausende betrifft und bei Fortbestand der jetzigen Politik unzähligen Bürgern bevorsteht, ist seelisch und physisch zermürbend und bringt so manchen in tiefste Verzweiflung.

Noch erfreut Euch der Frühling des Lebens, das zum allergrößten Teil noch vor Euch liegt. Doch allzuschnell und unwiederbringlich verrinnen Jahrzehnte. Darum seht zu, gemeinsam mit engagierten Leuten der älteren Generation die nötigen Bedingungen zu schaffen, die es ermöglichen, Eure Zukunft glücklich gestalten zu können!

Lasst Euch nicht Euer ganzes Leben lang von den jeweils regierenden Parteipolitikern bevormunden! Nehmt Euch ebenso vor den Wahlstimmenjägern der Oppositionsparteien in Acht! Ihnen allen liegt, entgegen ihrem ständigen Geheuchel, keinesfalls zuallererst das Wohlergehen der Bürger am Herzen. Ihre Gier nach Macht ist für sie von absoluter Vorrangigkeit. Lasst Euch daher von keiner der Parteien vereinnahmen! Nehmt Euer Geschick, soweit möglich, selbst in die Hand! Bestimmt selbst, ohne parteipolitische Beeinflussung, über die Gestaltung Eurer Zukunft! Beteiligt Euch an allen wichtigen gesellschaftspolitischen Entscheidungen! Unterstützt unser Bemühen, die dem Volke von der Parteienherrschaft aufgezwungene Besachwaltung zu beenden! Seid bereit, Euch maßgeblich an der Bildung einer wirklich bürgernahen Volksvertretung zu beteiligen, die einzig und allein der Bevölkerung direkt verantwortlich ist und keinen Parteien!

Helft mit. die Macht der Parteien zu brechen!

Wirkt mit an der Errichtung einer echten Direktdemokratie!

Mehr Vernunft in die Politik!

Mehr Hirn in die Regierung!

Deshalb haben wir die symbolisierte Gehirnzelle - in Form eines innen abgerundeten Sechszacksternes - zu unserem Markenzeichen auserkoren.