Politik - Unbeliebtes Übel und zwingende Notwendigkeit

Veröffentlicht am: 24.08.2005

Obgleich Politik, insbesonders bei der Jugend, nicht gerade brennendes Interesse erweckt, ist sie dennoch von größter Bedeutung, da sie für die Gestaltung und Aufrechterhaltung eines funktionierenden Gemeinwesens von unerlässlicher Notwendigkeit ist.

Durch die jeweiligen politischen Gegebenheiten (wie Gesetzgebung und Rechtssprechung, Sicherheit, Bildung, Sozial- und Gesundheitswesen, Wirtschaft, Vollbeschäftigung oder Arbeitslosigkeit, Wohlstand oder Armut, Frieden oder Krieg) und durch die damit einhergehenden Lebensbedingungen wird das Schicksal jedes Einzelnen, aller Familien, des ganzen Volkes, ja der gesamten Menschheit tiefgreifend beeinflusst. Deshalb ist der allzu oft geäußerte Spruch - Lasst mich mit Politik in Ruhe - völlig unvernünftig. 

Schon in der Frühzeit der Menschheit mussten Entscheidungen für die Gemeinschaft getroffen werden, etwa hinsichtlich Jagd, Wanderung in neue Gebiete, Errichtung von Behausungen, Verhalten gegenüber den Nachbarstämmen. Beim Urmenschen waren dabei höchst- wahrscheinlich Rudelanführer bestimmend, in der Altsteinzeit die Sippen- und Stammeshäuptlinge und vielleicht auch jene, die mit den vernünftigsten Vorschlägen für das Wohlergehen aller herausragten. 

In der Jungstein- und Bronzezeit bildeten sich Stammesfürstentümer, von deren Macht sowie der Untertänigkeit des Volkes noch zahlreiche Erdhügelgräber Zeugnis geben. In der Eisenzeit und Antike entwickelten sich neben demokratischen Führungsformen (germanisches Thing, griechischer Rat der Archonten, Roms Republik und Senat) zahlreiche Königreiche sowie das cäsarische Römische Imperium . Dabei bescherten kluge und gütige Herrscher ihrem Volke goldene, Despoten hingegen meist schreckliche Zeiten. Nach mehr als tausendjähriger Feudalherrschaft hat sich, meist durch Umbruch, endlich die demokratische Regierungsform durchgesetzt, und zwar auf der Grundlage politischer Parteien, wie dies anfangs auch notwendig gewesen war. Mittlerweile ist diese Form der Demokratie mit ihren immer noch dogmenbehafteten, programmatisch überholten Parteien, die eben vorrangig selbstzweckdienliche Partei- statt objektive Sachpolitik betreiben, längst nicht mehr zeitgerecht und zunehmend untauglich. 

Es ist daher dringlichst notwendig, dass sich eine Fortentwicklung weg von der parteigetragenen hin zu einer echten direkten Demokratie auf der Grundlage parteiungebundener Volksvertreter vollzieht, da nur eine solche die immer komplexeren Problemstellungen der modernen Gesellschaft zu bewältigen imstande ist.

Allerdings räumen die sich vehement an die Macht klammernden Parteien nicht widerstandslos das Feld. Es bedarf daher enormer Anstrengung, einer solchen direkten Demokratie zum Durchbruch zu verhelfen.

In fernerer Zukunft wird die politische Herausforderung (Überbevölkerung, Rohstoffverknappung) noch wesentlich größer werden. So wird unter anderem eine maximale Intensivierung der Grundlagenforschung und Raumfahrttechnik vonnöten sein, denn selbst eventuelle globale Katastrophen wie etwaige Riesenmeteoriteneinschläge müssen überwunden werden können, um das Überleben der Menschheit auch unter solchen Umständen zu gewährleisten.

Mehr Vernunft in die Politik!

Mehr Hirn in die Regierung!

Deshalb haben wir die symbolisierte Gehirnzelle - in Form eines innen abgerundeten Sechszacksternes - zu unserem Markenzeichen auserkoren.